Au Pair in den USA – Mein Erfahrungsbericht

“I did it!” – Diesen Satz sagen zu können, war einer der wichtigsten Gründe, warum ich am 20. November 2012 entschied den großen Schritt zu wagen. Ich würde meine eine ganze Familie und Freunde, mein Zuhause verlassen, um auf ein ganz besonderes Abenteuer zu gehen: Für ein Jahr als Au Pair in den USA zu leben.
Vom 8. Juli 2013 bis 8. Juli 2015 lebte ich bei einer Gastfamilie in den Staaten, kümmerte mich um ihre Kinder, erfuhr wie sie Tag für Tag leben, verbesserte mein Englisch, machte Freunde aus der ganzen Welt, ging zum College und reiste durch das ganze Land.

Meine perfekte Gastfamilie fand ich in San Francisco, Kalifornien, die mich herzlichst aufnahm und mir einen Einblick in ihr Leben gab. Meine Gastfamilie bestehend aus meiner Gastmom und meinem damals sechs Jahre altem Gastmädchen. Über die Monate wurden sie zu meiner zweite Familie – ich half ihnen den Alltag zu bewältigen, übernahm viele größere und kleinere Aufgaben und wuchs an jeder Herausforderung. Wir aβen zusammen Abendessen, tanzten in der Küche, gingen wandern, spielten, argumentierten und reisten nach New York und Disneyland.
In den 365 einzigartigen Tagen habe ich so viele Höhen und Tiefen erlebt, dass ich es kaum erwarten konnte, meinen Aufenthalt in den USA und bei meiner Gastfamilie um weitere 12 Monate zu verlängern.

Und nun blicke ich auf eine Zeit zurück, die ich beschreiben würde als einer der Besten meines Lebens. Allein dass ich vier riesengroße Scrapbooks voll mit Erinnerungen zurück nach Berlin schleppte zeigt, dass der lange Bewerbungsprozess, die aufregende Suche nach der richtigen Gastfamilie und der tränenreiche Abschied am Flughafen sich am Ende ausgezahlt haben.
Auβerdem habe ich das Leben in einer der tollsten Städte der Welt kennen und lieben gelernt und ich vermisse es immer noch, mal eben fünf Minuten zum Strand zu laufen, das Rauschen des Meeres zu hören, über die Golden gate Bridge zu fahren oder mit Freunden an einem sonnigen Sonntag den Dolores Park zu genieβen.

In meinem Jahr habe ich auch viel von den USA gesehen. So ging es für mich quer durch Kalifornien, New York, Florida, Arizona, Utah, Nevada, Washington, Colorado, Virginia, North- und South Carolina, Georgia und Illinois, lernte viele einzigartige und inspirierend Menschen kennen, an die ich mich bis heute gerne erinnere.

Natürlich machte ich auch meine Erfahrungen mit dem Amerikanischen College. So vollendete ich erfolgreich Kurse wie Business English, Marketing, Design und Broadcast Journalism am City College of San Francisco, sowie einem Psychologie Kurs an der Stanford University und einigen Mal- und Zeichenkursen im Sharon Art Studio im Golden Gate Park.

Auf meiner Website 22avenue.com möchte ich gerne meine Erfahrungen mit euch teilen und euch einen einen Einblick in das Leben als Au Pair in den USA geben.
Wenn ihr mit der Idee spielt auch solch ein Abenteuer zu beginnen findet ihr hier viele Erfahrungsberichte, Tipps und Geschichten – falls ich noch Fragen habt könnt ihr mir diese natürlich immer gerne hier schreiben!

You Might Also Like

2 Comments

  • Reply Ella Harnisch Februar 21, 2017 at 2:00 pm

    Hi Jules,
    Ich komme auch aus Berlin und plane im September als Au Pair in die USA zu gehen. Dein Blog ist total inspirierend!
    Momentan bin ich unsicher, wie man in der Situatuon Freunde finden soll, um gemeinsam zu reisen oder sich zu treffen. Ich kann mir das einfach nicht vorstellen! Und mein größter Horror wäre es, einsam der Familie auf die Nerven zu gehen.
    Kannst du mir da vielleicht weiterhelfen?
    Das wär super!
    Ella

    • Reply julisa April 2, 2017 at 9:22 pm

      Ella!
      Freunde findest du recht schnell, wenn du auf Au Pair Meetings gehst oder einfach schon vor der Abreise auf deiner Liste Au Pairs in deiner Gegend anschreibst.
      Ansonsten läuft das in Amerika wie in Deutschland auch: man lernt eine Person kennen, die stellt einen dann ihren Freundeskreis vor etc! Das kommt alles von ganz allein 😉 Aber die Sorge hatte ich am Anfang auch und es ist gar nicht so gekommen!
      Liebe Grüße aus Amsterdam,
      J

    Leave a Reply