Daytrip: Toronto

Mein dritter freier Sonntag stand vor der Tür und ich entschloss mich den Tag zu nutzen, um mal auf eigener Faust die Farm zu verlassen und das kanadische Stadtleben zu erkunden. Jim, mein “Gastvater” fuhr mich am frühen Vormittag zur Zugstation nach Aldershot, die etwa 25 Minuten mit dem Auto entfernt lag. Ein Bus oder ähnliches hielt nicht in unserer Nähe. Echtes Landleben halt, yey!

Ticket für 12$ gezogen und ab in Zug Richtung Osten nach Toronto. Das Abteil wurde schnell voll mit Blau- und Rot bekleidete Menschen – heute musste irgendein Spiel sein. Neben mich setze sich ein Familienvater mit seinen beiden kleinen Töchtern und während ich anfangs noch  Musik hörte und aus dem Fenster schaute, kamen wir im Laufe der Fahrt ins Gespräch. Sie klärten mich auf, dass heute das Baseballspiel zwischen den Toronto Blue Jays und den New York Yankees sei -Wie konnte ich denn das nicht wissen!!!
Wir alberten ein bisschen rum, ich erzählte wie ich nach Kanada gekommen bin und erhielt wertvolle Tipps: in einer Stadt namens Kitchener (die früher mal New Berlin hieß!) ist im Herbst das zweitgrößte Oktoberfest nach dem in München. Das werde ich doch mal auschecken müssen. Zu meiner Frage, ob sie denn auch Deutsches Bier haben, musste der Vater lachen: „The Canadian Beer is great as well!“ Hmm, ich weiß ja nicht.
Die Kinder erinnerten mich sehr an meine Au Pair Zeit in San Francisco und ich war sehr geschmeichelt, als sie mir ihr freies Ticket anboten.
Ich wollte meinen freien Tag allerdigns nicht in einer lauten Baseballarena verbringen – die Erfahrung habe ich ja schon mehrmals in den USA durchgemacht.

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Union Station ausgestiegen irrte ich erst etwas im Fianncial District herum und musste mich kurz an die hohen Häuser und die vielen Autos gewöhnen. Ja, schon nach drei Wochen Land, ist es komisch wieder in der Stadt zu sein.

Ich hatte keine Mission an diesem Tag, außer umherlaufen und schauen wo ich ende. Zuerst landete ich in der Eaton Mall, in der ich durch das Überangebot an Läden stöberte. Letztendlich ging ich nur in einen Shop, dem kanadischen Roots, und verließ dann so schnell es ging den Klamottendschungel. Da ich in meinem Praktikum nichts verdiene, wollte ich mein Geld nicht für unnützes Zeugs ausgeben und wieder wie nach den USA mit 3 Koffern nach Hause reisen. Ich habe gelernt!
Außerdem wollte ich das richtige Toronto sehen und keine Shopping Malls. Ich schlich mich in ein freies WLan und suchte online nach hippen Nachbarschaften.

Es ging also die Queensstreet runter Richtung Westen, bis ich in eine Gegend gelangte, die sehr dem Streetstyle ähnelte: viele junge Leute, kleine Geschäfte und Restaurants, Graffiti in Nebengassen und interessante Kunst an den Häusern.
Ich trank einen großen Matcha Latte bei Jimmis Coffee und recherchierte gute kostenlose Aussichtspunkte in der Nähe.

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Toronto, Kanada, Farmarbeit, Pferde, Equestrian, Work&Travel, Travel, Ontario, AuslandsaufenthaltSo ging es für mich durch China Town Richtung Fleakton Market auf das oberste Geschoss eines Parkhauses, welches einen wundervollen Ausblick auf Downtown Toronto ermöglichte. Warum 20$ für den CN Tower ausgeben, wenn man auch so einen Ausblick haben kann? Studenten wissen eben, wie man’s macht!Toronto, Kanada, Farmarbeit, Pferde, Equestrian, Work&Travel, Travel, Ontario, Auslandsaufenthalt

Vom Parkhaus hörte ich Live Musik aus einer Seitenstraße und machte mich mit einem Kombutcha in der Hand auf dem Weg das näher zu erkunden. So endete ich auf dem Fleakten Market Street Festival:  Streetfood, Tanz, Musik und Art Fairs: Ja, für genau das bin ich in die Stadt gekommen! Hier knallten die unterschiedlichsten Kulturen aufeinander und feierten den warmen Sonntag.

Ich gönnte mir vegane Momos an einem tibetischen Stand und streifte durch die Straßen. Bei dem kleinen Café ‚Fika“ machte ich Halt, setzte mich mit einem Kaffee ans Fenster und schrieb, unter anderen, meinen Toronto Tagesbericht.

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Den Osten Torontos werde ich nochmal im Winter erkunden, wenn der Weihnachtsmarkt im Distillery District eröffnet, denn für heute hatte ich genug Fußweg hinter mir und es war schon später Nachmittag. Am nächsten Morgen geht ja die harte Farmarbeit weiter! Bei Sonnenuntergang spazierte ich noch etwas am Pier entlang, bevor es wieder mit dem Zug zurück nach Aldershot ging.

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Es tat sehr gut, die Farm zu verlassen und wieder die gute alte Stadtluft mit all ihren Düften schnuppern zu können. Das freie umherlaufen ohne vorgefertigten Plan erlaubte es, alles einfach mitzunehmen, wie es kommt und dort su enden, wo man enden sollte. Aus der Sicht hatte ich den perfekten Tag mit tollen Menschen, guten Aussichten und leckerem Essen.

 

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