A hostel is magical place

„Ich arbeite und wohne gerade im Hostel“ ist vielleicht nicht die coolste Antwort auf die Frage, was man gerade macht und ich hab immer das Gefühl, da schwebt immer ein gewisser Vibe von Obdachlosigkeit, wenig Geld und Unentschlossenheit mit.
Klar, im sogenannten ‚Work Exchange Programm’ arbeitest du ohne Bezahlung für ein Bett im Mehrbettzimmer mit tausend anderen unbekannten Menschen und ein Stück Brot zum Frühstück – das kann schnell nach hinten losgehen – man versteht sich nicht mit den Leuten, Nachts ist es sehr laut und es können auch mal eher gruselige Gestalten durch die Unterkunft laufen).
Aber Freunde ich sag’s, euch – ich hatte eine der besten Zeiten meines Lebens als Volunteer im Montreal Hostel. Und hier sind die Gründe warum:

1. Man lernt neue Leute aus der ganzen Welt kennen – jeden verdammten Tag!
Man reist um neue Leute und deren Lebensweisen kennenzulernen. Ein Hostel ist der beste Ort um Gleichgesinnte kennenzulernen, sich Tipps abzustauben, wo man als nächstes hinreisen sollte oder sich Unterkünfte für andere Länder zu sichern (Frankreich, Marokko, UK 2019!). Jeden Tag reisen neue Leute an, viele bleiben über Wochen, um die Stadt zu erkunden, sodass man seine eigene kleine Hostel-Gang aufbauen kann.

2. Neue Skills
Im M Montreal gab es verschiedene Schiften, für die du eingeteilt wurdest und konntest so in die Bereiche Rezeption, Bar und Frühstück reinzuschauen. Die wirklich coolen Sachen lernst aber durch die Leute, die du triffst – ob ein Chinese beim Kochen dich etwas aus seiner Heimat kosten lässt (hmm, lecker), dich dein Mitbewohner inspiriert Gitarre spielen zu lernen („Nothing else matters“ von Metallica läuft schon ganz gut), du dir überlegst eine Ukulele zu kaufen, Salsa tanzen lernst, dir deine Kamera von einem richtigen Fotograph erklären lässt oder du wieder Motivation gewinnst, dein Französisch aufzubessern (bei diesem Punkt spielen Typen überhaupt keine Rolle ;)).

3. Spare, sparen, sparen
Durch das Work Exchange Programm brauchst du dir keine Gedanken um ein Apartment machen und kannst flexibel weiterreisen, wenn dir danach ist. Neben dem freien Frühstück (Bagels forever!) haben auch viele Reisende Essen zurückgelassen, sodass ich viel stibitzen konnte und immer weniger zum Supermarkt musste.

4. Zeit für dich
Circa 20 Stunden arbeitest du für das Hostel, und da du eine Volunteer Position besetzt, ist das ganze Arbeitsverhältnis auch recht locker. Bei der Bar-Arbeit staubt man gerne mal 1-12 Bier ab oder isst bei der Frühstücksshift auch mal gerne mehr als dass man arbeitet. Nebenbei kannst du dir natürlich noch einen ‚richtigen’ Job suchen (wenn du so etwas Komisches machen willst), aber ansonsten hast du viel Zeit, um Sachen zu organisieren oder zu entspannen. Ich hab in meiner Zeit im Hostel viel meditiert, gemalt, Gitarre gespielt, gelesen und mit meiner Kamera gespielt.

5. Die wirklich wichtigen Dinge im Leben
Das schönste am Hostel ist, dass man lernt, wie wenig man eigentlich zum Leben braucht und dass diese ganzen materialistischen Sachen dich nicht wirklich glücklich machen. Ein paar Klamotten im Koffer, etwas Essen im Kühlschrank und eine coole Gemeinschaft sind alles.

Chosen family – die Work Exchange Gruppe im M Montreal

Mein Bett im 14-Bett Zimmer – überdurchschnittlich gut für ein Hostel!

Zwei Jacuzzis auf dem Dach !!!

Vanille Kipferl für meine internationalen Freunde.

Solche abendlichen Hangouts würde ich jeder Netflix Serie bevorzugen!

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