Hi Whistler

Durch das viele Reisen und Leben an verschiedenen Orten begegne ich Menschen und fokussiere mich darauf, was ich von Ihnen lernen kann, sehe in jeder körperlichen Krankheit einen emotionalen Hintergrund und schließe aus unangenehmen Situationen ein Zeichen, dass sich etwas ändern muss. Ganz nach dem Motto ‚wenn sich eine Tür schließt, öffnet sich eine Andere’.
In Squamish war die Jobsuche neben der des Hostels eher schwierig für mich. Mit der Gesamtsituation entschied ich mich, den Ort zu verlassen.
Ich war hier nicht im ‚Flow’, saß eher fest und es schien mir, als wären alle Türen hier für mich geschlossen. Ich bin der festen Überzeugung, dass wenn Dinge aufsummiert nicht funktionieren, das Universum etwas besseres für dich bestimmt hat. Es ist deine Entscheidung, ob du weiter kämpfst und versuchst, dass es funktioniert oder du loslässt und weiterziehst. Auch wenn es heißt, Sicherheit für einen Moment aufzugeben und in das Unbestimmte zu gehen. Doch darum geht es für mich in Kanada-Zeit – komplett auf mein Bauchgefühl hören. Auf die innere Stimme, nichts von außen.

Hell yes. Was ich eigentlich wollte, war klar: Ich wollte nach Whistler. Auf Skiern den Berg runterdüsen, den Ausblick genießen und Gleichgesinnte treffen. Ich dachte San Francisco und Amsterdam wären teure Städte, doch Whistler sprengte komplett den Rahmen.
Noch nicht mal dieser süße Dude konnte eine Bleibe finden – wie sollte ich als durchschnittlicher Traveler etwas Bezahlbares finden?

Helft ihm doch bitte!

Housing in Whistler ist eine Katastrophe, unmenschlich und knapp. Wer hier etwas findet, hat sehr viel Glück, oder Geld. Die meisten schlafen in Mehrbettzimmern, manchmal mit Zehn anderen Personen in einem Zimmer, welches eigentlich nur für vier Personen gedacht ist und zahlen trotzdem 900$. Und wofür? Für den Whistler-Lifestyle. Den atemberaubenden Ausblick und den perfekten Schnee im beliebtesten Skigebiet Nordamerikas.

Alles nach der Reihe für mich und mein Abenteuer Whistler – wie weit würde ich es hier schaffen? Challenge accepted! Meine Eintrittskarte war das HI Whistler in Cheakamus, etwa 20 Minuten vom Village entfernt. Hier würde ich als Volunteer drei Tage die Woche gegen ein Bett im Viererzimmer arbeiten. ‚Warum nicht einfach ein Bett buchen?’ – alles ist komplett ausgebucht. Ganz Whistler. Volunteering war meine einzige Möglichkeit, hier noch ein Bett zu ergattern und etwas Geld zu sparen. Verwöhnt von Hostelarbeiten an der Rezeption in Squamish oder in der Bar in Montreal ging es hier ins Housekeeping. Das hieß täglich etwa 20 Badezimmer, Duschen und Toiletten reinigen, Bettlaken falten, den Müll sortieren und Leuten das Geschirr in der Küche hinterherräumen. Meine Kollegen durften sich am ersten Tag mein Weinen anhören- wer hätte gedacht, dass das so anstrengend ist? Aber das Team machte meine Zeit im HI unbeschreiblich. Und es hat mir gezeigt, dass der Job letztendlich egal ist. Sogar Toiletten putzen kann mit den richtigen Kollegen (und guter Musik) Spaß machen. Und gegen Ende habe ich für meine Truppe sogar einen kleinen Housekeeping-Song auf Gitarre geschrieben.

Nach den ersten Arbeitstagen hieß es die Freizeit und Natur genießen. Ein kleiner Hike mit Freunden aus Squamish, ein neues Yoga-Studio und die Jobsuche begann. Und woher kriege ich jetzt einen Skipass?

Skifahren ging noch nicht, also wurde es snowshoeing!

Guys, wait for me, ich mache IG Fotos!

Mini skier

Cheakamus River

Yield to bears please

 

You Might Also Like

No Comments

Leave a Reply