Squamish war gut – für drei Wochen

Squamish, oh Squamish. Was bist du doch für ein verrücktes kleines Dorf. Gleich deines Namens, bist du auch du einzigartig, auf eine magische, verdrehte Art und Weise.
Dein Januar ist hart – du versinkst im Regen und dunkle Wolken liegen wie eine Matte auf dir. Woche für Woche kommt kein Licht zu dir. Das spürt man.
Die Menschen die hierher kommen, haben viele Probleme. Jedenfalls die, die ich hier traf. Sie kommen zu dir, um zu heilen. Sie sind gerannt. Vor der Vergangenheit, vor der Zukunft. Du lässt sie im Jetzt leben. Du lässt sie sein, wer sie sind. Aber hilfst Ihnen nicht, wer sie sein wollen. Der Regenwald weint mit den Gebrochenen. Die Berge geben Halt. In Squamish gibt es keine Zeit. Sie ist vor langer Zeit stehengeblieben.

On top of the Chief

On top of the Chief

Das kleine Dorf an der nördlichen Bucht ist, wie man leicht erkennen kann, wahrhaftig merkwürdig für mich. Der Ort dient meist nur als Durchfahrt zwischen der großen Küstenstadt Vancouver und dem Skigebiet Whistler und ist dementsprechend unpersönlich und klein. Im Hostel an der Rezeption zu arbeiten war eine tolle Erfahrung und man konnte viele Reisende und Locals kennenlernen. Durch längerfristige Volunteers wird hier eine kleine Familie aufgebaut, um die Atmosphäre zu stärken. Recht schnell wurde mir klar – dieser Ort ist nichts für mich. Jedenfalls nicht längerfristig. Die Natur war der Wahnsinn, die Wanderungen ein Traum.
Ich bin in Squamish zur Ruhe gekommen. Habe viel gemalt, Yoga gemacht, meditiert, Gitarre gespielt.
Bin ab und zu mit Leuten aus dem Hostel zur Karaoke-Nacht gegangen. Wo sich die Locals treffen – eine kleine abgeranzte Bar. Eine Frau mit weißen zurück gegelten Haaren und schwarzer Lederjacke namens Helena nennt sich hier DJ Hell-Yeah. Sie ist cool und ist die Rockerbraut am Donnerstag Abend. Macht dir deinen Karaoke Song an und singt manchmal selbst einen Song, wie ‚So What’ von P!nk.
In Squamish habe ich viel beobachtet und Stille gefunden. Doch ich sehnte mich nach Leben.

Es war merkwürdig. Jedenfalls im Januar/Februar. Ich denke im Sommer herrscht hier ein ganz anderer Vibe und es lohnt sich zu besuchen! Aber eben auch nur zu besuchen.

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