Fairmont Lodge

Am zweiten Tag wurde ich etwas überrascht: ich sollte zum zweiten Stall unten am Fairmont ziehen, da die Mädels dort noch Hilfe brauchten. Für mich spielte es nicht unbedingt eine Rolle, wo ich genau arbeitete, da ich nur für einen Monat blieb.
Mit Navajo im Trailer fuhren wir also zur Lodge am Fairmont, wo mich das Team auch herzlich begrüßte. Während der Pyramid Lake Stable eher touristisch und typisch Kanadisch mit Rot-Weißen Farmhäusern, ist der Stall am Fairmont Hotel kleiner und wie ein richtiger Reitstall aufgebaut.

Navajo staunt über Jasper aus dem Trailer-Fenster

Nun hieß es also wieder alle Trails und Attraktionen von vorne lernen und auch mein Pferd musste sich an die neue Umgebung erstmal gewöhnen. Navajo selbst war eher unsicher und scheute auch mal gerne vor Steinen oder sprang über Pfützen statt hindurchzulaufen. Da ich nun aber schon seit vielen Jahren reite, konnte ich mit ihm gut umgehen und ihm so viel Selbstbewusstsein vermitteln, dass wir ein gutes Team wurden.

Mein Lieblingstrail am Fairmont war der Zwei-Stunden-Ritt. Dieser führte am Athabasta River vorbei, über eine Brücke, am Old-Fort-Point vorbei, durch Pinien- und Birkenwälder, hinter dem Golfplatz vorbei auf einen keinen Hügel und dann zurück zum Stall. Die meisten Bereiche waren für Wanderer und Radfahrer gesperrt, da die Elch-Brutzeit begann, und die Kühe die kleinen Inseln auf dem Athabasta River nutzen, um dort ihre Kälber zu bekommen, ungestört von Bären und Wölfen. Um die kleinen zu beschützen, wären die Kühe wohl sehr aggressiv.

Ausreiten am Athabasca River

#TourGuide

Auf den Pferden waren wir glücklicherweise auf den Wegen erlaubt, da wir solch eine große Gruppen ergeben, dass die Wildtiere dies wohl eher abschreckte.
Oft jedoch auch nicht, ich hatte zum Glück keine Probleme, aber einer der Ritte musste abgebrochen werden, da sich ein Elch zu aggressiv verhalten hat.
Bären habe ich am Fairmont nich gesehen, obwohl diese besonders das Gras auf dem Golfkurs mochten. Dafür bin ich einem Kojoten auf dem Weg begegnet, der mir ein bisschen zu nah kam, dann jedoch in den Wald verschwand.

Während wir auf den Gästeausritten nur Schritt reiten durften, hatten wir unseren Spaß bei Staff-Ausritten, packten Bier in unsere Satteltaschen und bestellten uns vom Pferd aus Pizza, die rechtzeitig nach unserer Rückkehr zum verschlingen bereit stand.

Perfect combination!

Chloé aus der UK und ich

 

Yaaaaaam

 

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