Abflug und Orientierungsseminar

Wie läuft das mit dem Abflug und dem Orientierungsseminar?

Abschied
Etwa 2-3 Wochen vor meiner Ausreise am 8. Juli 2013 erhielt ich meine Flugdaten und das E-Ticket im Au Pair Room. Anbei auch eine Liste mit Au Pairs, die am selben Montag fliegen werden wie ich. Leider war keine aus Berlin dabei.

Dann auf einmal war der groβe Tag da. Ich hatte die Nacht recht gut schlafen können, war allerdings früh wach, sodass ich nochmal meine Lieblingsstrecke joggen konnte.
Das alles würde ich für ein Jahr nicht sehen. Es war ein flaues, unwohles Gefühl im Bauch. Wie werde ich wohl sein, wenn ich zurückkomme? Was hat sich verändert? Wie werde ich mich verändern?

Auch beim Frühstück flogen mir die Gedanken im Kopf umher. Ich konnte es kaum glauben, dass es für mich heute nach new York City zum Orientierungsseminar ging. Wo ist bloß die Zeit geblieben? Hatte ich mich nicht eben erst beworben?

Auch der Weg zum Flughafen war eine Qual und über den tränenreichen Abschied von der Familie, den Überraschungsbesuch zweier Freundinnen, die mich nochmal aus dem Security Bereich haben holen lassen, um nochmal Tschüss sagen zu können, will ich gar nicht weiter reden.
Es war wie im Film. Grausam und Wunderschön zugleich.

Doch sobald ich Berlin von oben aus dem Flugzeug sah, und durch die dichte Wolkendecke verschwand, konnte ich loslassen, einmal tief durchatmen und nach vorne schauen.
Es war auch das erste Mal, dass ich alleine geflogen bin – ein weiteres mulmiges Gefühl obendrein.


Tipps:
Es hilft viel mit euerer Familie über den Abschied zu reden. Wenn der Tag gekommen ist, bevorzuge ich die Variante kurz und schmerzlos: Umarmen, Tschüss sagen und los. Kein Drama.
Zudem klingt ein „Bis später“ (bzw. see you later) viel besser als Good bye.


In München bin ich erstmal am Flughafen etwas umhergeirrt. Ich hatte nur eine Stunde, bevor mein Flug nach New York City weiterging und musste mich echt beeilen. Am anderen Ende des Flughafens war mein Gate geschlossen. Was ist denn jetzt los? Eine Stewardess bestaetigte die 4-stündige Verspätung. Na super!

Ich lief zum Lufthansa Service Schalter, um genauere Infos abzuklären, als ich vor mir in der Schlange zwei andere Mädchen meines Alters sah. Vielleicht auch Au Pairs? Als ich in den Unterlagen des einen Mädchens die grüne Überschrift „AuPairCare“ wiedererkannte, sprach ich beide schnell an. Ich hatte Verbündete gefunden! Bei einem Mittagessen tauschten wir uns über Gastfamilien, das kommende Jahr und unsere Erwartungen/Ängste aus.

Bis alle Au Pairs über einen Schalter zusammengerufen wurden. Insgesamt waren wir 15 Leute und konnten uns so die restlichen paar Minuten noch kennenlernen. Es war total aufregend zu sehen, wo alle hingehen. Das Gefühl nicht alleine zu sein stärkte.

Endlich konnten wir dann auch in das riesige Flugzeug einsteigen und es ging los Richtung USA. Ich habe mich neben einer neu gewonnen Freundin gesetzt, sodass der Flug nicht allzu langweilig wurde.
Die 61/2 Stunden vergingen durch quatschen, Filme schauen und Bücher lesen recht schnell.
Leider war meine Ankunft in den Staaten recht dramatisch, da der Kreislauf meiner Freundin beim Landeanflug absackte und sie auf einmal Bewusstlos neben mir lag. Die Stewardessen waren selbst von der Situation etwas überfordert und fragten mich, ob wir den Landeanflug abbrechen sollte.
Ich sollte das Entscheiden? Wir erreichten den Boden sicher und meiner Freundin ging es auch wieder ok. Mit einem Rollstuhl schob ich sie also zum Schalter, an dem unser Visum geprüft wurde.

Nur noch Koffer abholen und dann wurden wir von einem AuPairCare Repräsentanten in Empfang genommen und in einem Shuttle zum Sheraton Hotel in New Jersey gefahren. Ich konnte es kaum erwarten ins kuschelige Bett zu fallen.

Orientierungsseminar:
Zusammen mit rund 60 internationalen Au pairs besuchten wir von Dienstag bis Donnerstag das Seminar. Hier lernten wir über die amerikanische Kultur, Regeln, Heimweh und Tipps für die Kinderbetreuung. Zusätzlich genossen wir die Vorzüge des Hotels und konnten in einer Bustour New York erkunden. Das war super spannend!
Besondern am Times Square war ich einfach nur noch überwältigt. Mein Au Pair Jahr ging wirklich los! Ich fühlte mich super.

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Donnerstag ging es dann weiter zur anderen Seite des Kontinents: Kalifornien – mein neues Zuhause.

Die Aussicht vom Flugzeug auf die Landschaft war einfach atemberaubend schön und schon auf dem Weg konnte ich die erste Silicon Valley Erfahrung sammeln, denn ich unterhielt mich mit dem jungen Mann neben mir, der in einem Start-up Unternehmen arbeitet und mir wertvolle Tipps für San Francisco geben konnte.

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Das vorherige Au Pair Anna holte mich vom Flughafen hab und wir fuhren in die Stadt. Meine Gastfamilie war noch etwa eine Woche im Urlaub, da hier gerade Sommerferien waren.
In dieser Zeit gewöhnte ich mich schon ein, Anna zeigte mir meine wesentlichen Aufgaben als Au Pair und San Francisco wurde erkundet. Alles war so neu und aufregend!


Hier gehts zur unverbindlichen Kurzbewerbung:

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