Nach dem Abi

Was kommt nach dem Abitur?

Was soll ich bloβ nach Schule machen. Ausbildung? Praktika? FSJ? Studieren-wenn ja, was? Oder vielleicht doch ins Ausland? – Als ich in die Oberstufe gekommen bin, war ich sehr unsicher, was ich nach dem Abitur eigentlich machen wollte. Wo liegen meine Interessen? Was kann ich eigentlich? Es gibt so viele verschiedene Optionen, Möglichkeiten und Wege die man gehen kann. Welcher ist denn jetzt der Richtige für mich?

Sich mit diesen Fragen zu beschäftigen und doch nicht so richtig eine Antwort zu finden, nagt am Selbstwertgefühl. Man ist unsicher und genervt auf die Frage „Was willst du denn mal später als Beruf machen?“ immer mit „weiβ ich noch nicht“ antworten zu müssen.

Ich hab mich immer etwas schlecht gefühlt, weil ich nie wusste, was ich „mit meinem Leben anfangen sollte“. Bei der Suche nach Informationen über ein mögliches Themengebiet im Internet, sagte ich mir schnell: lieber nicht…
Denn entweder hat es mich nicht gepackt, war mir zu Schwierig oder ich konnte mir einfach nichts darunter vorstellen.

Doch das war fürs Erste okay, denn schlieβlich hatte ich noch die Sicherheit und den Alltag der Schule hinter meinem Rücken, an den ich mich entspannt anlehnen konnte. Das wird schon. Ich hab ja noch Zeit.

Doch ehe ich mich versah, war das dritte Semester bald zu Ende und die Zeit eine Entscheidung treffen zu müssen, rückte immer näher. Langsam aber sicher wurde der Stuhl unter mir weggezogen. Abwarten und auf den Boden plumpsen oder es doch lieber schon versuchen wackelig auf eigenen Beinen stehen?

Was sollte ich bloß tun? Es war Zeit sich zu organisieren und Listen zu erstellen.
Ausbildung? Es gibt bestimmt gute Angebote doch da ich gerade mein Abitur gemacht habe, wollte ich die Möglichkeit eines Studiums schon nutzen. Doch was? Sollte ich einfach etwas anfangen? So hatte ich mir das eigentlich nicht vorgestellt.
Wenn ich etwas anfange, möchte ich es auch zu Ende bringen.
Vielleicht brauche ich einfach ein bisschen Abstand von meinem bisherigen Leben, eine andere Perspektive, um zu ermitteln, was ich eigentlich möchte.
Wie wäre es mit einem FSJ? Oder auf einer Farm in England meinem Hobby des Reitens nachzugehen und die Englische Sprache zu vertiefen?

Doch der Gedanke allein ins Ausland zu gehen, machte mir Angst. Ich kenn doch da niemanden! Kann ich meine Familie, meine Freunde, die gewohnte Umgebung und so gesehen mein ganzes Leben hinter mich lassen? Ich schaue mir auch Bilder von Australien, Kanada und den USA an. Es kribbelt ein bisschen in den Beinen und die Abenteuerlust packt mich. Es wäre doch so der Wahnsinn, wenn ich auf diesen Bildern sein könnte.

Neben dem Abitur habe ich im nahegelegenen Biergarten als Kellnerin gearbeitet und hatte so die Möglichkeit mir Ratschläge von meinen Kollegen einzuholen und deren Entscheidungen und Lebenswege zu verfolgen. Viele von ihnen hatten ihr Abitur schon hinter sich. Alle sind ins Ausland gegangen: Australien, Neuseeland, Südafrika, Chile – die Geschichten über atemberaubende Naturlandschaften und Erlebnisse nahmen kein Ende.
Sie wirkten alle so selbstsicher, aufgeschlossen und glücklich mit sich selbst. Irgendwie Anders. Vielleicht ist das der Weg, den ich gehen sollte.

Ich fing also an Informationen im Internet zu suchen, bestellte mir Kataloge und befragte Freunde über ihre Auslandsaufenthalte. Es gibt schon wieder so viele Optionen: Work and Travel, Praktikum, Farmarbeit, Freiwilligenarbeit, Sprachreise, Au Pair.
Was ist das Richtige für mich?


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