A Lake, Some Balloons, and a Western City

Leuchtende Heiβluftballons schweben in die aufgehenden Sonne, weite Blicke in die Wüstenlandschaft Nevadas, Roadtrip-Musik, Wildpferde auf der Straβe, eine Westernstadt und eine Begegnung mit einem Geist – Wer sagt Au Pairs in den USA würden nichts erleben?

Vertraglich geregelt ist ein komplett freies Wochenende im Monat. Ein freies Wochenende, dessen Zeit ihr nutzen könnt, um eure Umgebung ein bisschen zu erkunden.

Lake Tahoe
Samstag Nachmittag geht es los. Rein ins Auto, noch einmal schnell zu Whole Foods ein bisschen Proviant holen und dann los. Raus der Stadt. Raus aus San Francisco. Die Autobahn hoch in den Osten Kaliforniens. Ein kurzer Halt am etwa 500 km² groβen See Lake Tahoe. Den Sonnenuntergang geniessen. Die Natur aufsaugen und den Blick schweifen lassen.
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Reno
Dann geht es weiter. Aus dem Bundesstaat. 250 Meilen hinter uns erreichen wir am späten Abend Reno, die viertgrößte Stadt Nevadas. Wir übernachten im College Viertel. Im Auto. Ein bisschen Gruseln gehört zu einem Roadtrip dazu. 

Warum kein Hotel Zimmer nach einer 5h Fahrt?
Am nächsten Morgen klingelt um 4 Uhr der Wecker. Wir müssen etwa 10 Minuten weiter zur Hauptattraktion des Roadtrips: Das Reno Hot Air Balloon Festival!

Das weltweit größte und freie Heißluftballon Rennen.

 Die Morning-Show beginnt um 5 Uhr. Vier Luftballons stehen schon in den Startlöchern, um ihre “Light-Show” vorzuführen. Viele sind angereist um sich das Spektakel anzuschauen.
 Kein Wunder, denn diese Bilder bleiben wohl für längere Zeit in meinem Gedächtnis. So inspirierend und friedlich.
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Nach dem Sonnenaufgang machen sich auch die anderen 100 Heissluftballons auf den Weg in den Himmel. Das Besondere an dem Festival: Man kann richtig nah an den Abflugort der Ballons, sehen wie alles funktioniert und sogar mit den Piloten sprechen. Selbst fahren allerdings nur mit Anmeldung.
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Und so viele unterschiedliche Formen der Ballons sind zu sehen: Flaggen, Fische, bekannte Figuren. Hier ist mein Lieblingsballon. Der stach doch von allen sehr heraus.
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Gegen 11 Uhr machen wir uns auf den Weg zurück zum Auto, genieβen nochmal den Anblick von weiter weg und überlegen, was man noch in Reno machen könnte.
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Virginia City
Im Internet lesen wir über eine nahegelegene Westernstadt und machen uns sofort auf den Weg. Die Landstrasse führt aus Reno raus und in die Berge. Immer höher hinaus. In Schlangenlinien passieren wir ein Warnschild auf dem vor Pferden alamiert wird. Pferde? Warum sollten hier Pferde sein?
Kurze Zeit später fahren wir um eine Kurve und Maxi macht eine Vollbremsung. Da stehen doch um die fünf Pferde am Rand und grasen genüsslich vor sich hin. Sie sehen gut genährt aus, aber auch wild und auf sich allein gestellt. Ich kann meinen Augen kaum trauen. Gibt es in Nevada noch Wildpferde? Kann das sein? Schnell zücke ich mein Handy und google trotz schlechtem Empfang nach.

 Und tatsächlich durchfahren wir gerade ein Gebiet, welches bekannt dafür ist, dass hier wilde Mustangs leben. Am liebsten wäre ich sofort wieder umgedreht und hätte die Tiere von weitem beobachtet. Doch so viel Zeit hatten wir leider nicht.

 Kurze Zeit später kommen wir in Virginia City an.

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Die Siedlunggründung, die 1859 gegründet wurde beherbergt heute 855 Einwohner. Die Häuser sind im Stil der viktorianischen Epoche restauriert worden und die noch hölzernen Gehsteige, die von Saloon zu Saloon führen lassen dich in eine frühere Zeit zurückführen. 

Dass Virginia City den Titel als Geisterstadt pflegt kann ich gut verstehen. Schon im ersten Gespräch erzählt ein älteren Ehepaar, welches gerade einen alten Saloon renoviert, von ihren Geschichten und zeigt uns sogar ein Bild von einem Geist, die hier noch ihr Unwesen treibt. Auf dem IPad.

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Kurioser geht es nicht?- Fragen wir uns. Oh doch! Diese kleine Stadt konnte noch so einiges bieten. Denn gerade heute wird ein Strauβen- und Kamelrennen stattfinden. Das durften wir uns doch nicht entgehen lassen. Mit weitem Blick in die Wüstenlandschaft Nevadas, der heiβen Sonne auf dem Kopf und der Hand auf dem Herzen sangen wir die Amerikanische Nationalhymne und schauen uns das Spektakel an. 

So etwas hätte ich ich mir in meinem witzigsten Träumen nicht vorgestellt. Auf was für Ideen die die Amis bloβ kommen?!

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Virginia City ist nicht nur durch den Schriftsteller Mark Twain bekannt, der hier eine Zeit gelebt hatte, sondern erlebte auch einen Goldrausch, der die Menschen lockt. Hier wurde wirklich Gold und Silber gefunden!
 Deswegen können wir uns einen Besuch solch einer Miene doch nicht entgehen lassen. 

Die Cholera Mine wurde 1861 erbaut und war ein tolles Erlebnis. Mit einer Führung durften bis nach Hinten gehen. Es war kalt und dunkel, die Decken niedrig und es der Gedanke, wie viele Menschen hier ums Leben gekommen sind stach im Magen.
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IMG_6692 IMG_6690IMG_6686 IMG_6682Auf dem Weg zurück zum Auto machte ich noch einmal halt. Dort! Im Garten! Schon wieder Pferde. Diesmal konnte ich meine Kamera zücken und ein Beweisfoto schieβen. Yehhaaa!
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Und auch bei dieser Tankstelle konnte ich meinen Augen kaum trauen. Das ist doch nicht deren ernst! (Übersetzung: Wenn du Benzin brauchst, bedien dich an dieser Chevron Pumpe. Lege das Geld in den Spalt in den Tür. Vielen Dank!)
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Am späten Nachmittag machen wir uns wieder auf dem Weg Richtung San Francisco.
 Etwa zwei Tage waren wir unterwegs und haben so viel erlebt. Besser kann ein spontaner Roadtrip doch gar nicht sein!

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