Horseshoebend, Anthelope- und Bryce Canyon

Der vierte Tag unseres Roadtrips begann mit etwas Verwirrung – welche Uhrzeit ist jetzt?
 Jede zeigte etwas anderes an. Hä? Wie kann das sein? Die Hostel Dame am Empfang klärte auf: Wir waren genau an der Grenze zu Utah, wo die Uhr eine Stunde weiter gestellt wird und unsere Handys teilweise schon zur neuen Zeit aktualisieren. Ahhh.

Nach einer anstrengenden Nacht zu dritt im King Size Bed beschlossen wir einen entspannteren Morgen zu machen und nach dem “Frühstück” im Hostel nochmal kurz etwas Proviant einkaufen zu gehen. Dann ging es kurz weiter, etwas südlicher von der Stadt Page zum Horseshoebend, einer hufeisenförmigen Krümmung des Colorado Rivers.
 Der Zugang ist etwa 1 km vom Highway zu Fuβ durch die trockene Wüste zu erreichen. Die Aussicht war einfach sagenhaft schön! Da es keine Absperrungen gab, musste man allerdings sehr aufpassen.
1
Zurück zum Auto und es ging weiter zum nahgelegenen Anthelope-Canyon. Diese Schlucht kennt man z.B. aus dem berühmten Musikvideo von Britney Spears (I am not a woman oder so). 
Wir fuhren zum Mittag gegen 12 Uhr zum Eingang, da um diese Uhrzeit das Licht von oben in den Slot Canyon fällt und besonders schöne Lichtspiele kreieren soll. Mit dieser Idee waren wir allerdings nicht allein, denn es war recht voll. Mit fünf vollen Trucks und je 40$ (!) weniger, wurden wir vom Parkplatz durch die steinige Wüste zum Eingang des Canyons gefahren. Das Gebiet liegt im Najavo Reservat, hier leben echte Indianer!

In einer Führung durch den Canyon wurde seine Geschichte erzählt und aufgepasst, dass uns nichts passiert. Zwischenzeitlich wurde es recht eng und auch etwas gruselig, doch inmitten dieser steilen Sandsteine zu stehen, den vor vielen Jahren mal ein Fluss formte und es noch immer Sturzfluten gab, war atemberaubend. Vor allem mit dem Licht, welches von oben durch den Schlitz drang, wurde eine besondere Atmosphäre geschaffen.
2
Nach der Besichtigung ging es wieder ins Auto auf die etwas längere Fahrt zum Bryce Canyon. Nun konnten wir die Zeiten wirklich umstellen, denn es ging durch Utah und ihre wunderschöne Landschaft.
3
Vier Stunden später waren wir am Bryce Canyon angekommen. Obwohl meine Erkältung sich stark ausbreitete und ich eigentlich ins Bett gehört hätte, kämpften wir uns die kleinen Wanderwege hoch, zu verschiedenen Aussichtspunkten. Einfach nur überwältigend, was dort so alles auf uns wartete. Dieses endlose Nichts, die Ruhe und Freiheit, die dieses Land versprühte: Ich fühlte mich, wie in einem alten Westernfilm.
4
Zur Dämmerung ging es schnell weiter Richtung Zion Nationalpark und zu unserem nächsten Hotel. Denn so ein Erlebnis, wie mit den Rehen am Grand Canyon, wollten wir nicht nochmal erleben. 
Im Dunkeln kamen wir in dem kleinen romantisch beleuchtetem Dorf inmitten der riesigen Berge an und lieβen den Abend in einem  Restaurant ausklingen.