LA & Route 66

Tag zwei unseres groβen Roadtrips im Südwesten der USA war angebrochen. Früh aus den Betten raus ging es aus dem Vorort von Los Angeles in die Stadt. Es war bereits mein zweiter Besucher hier, sodass ich mich schon ganz gut auskannte und meinen Begleitern eine kleine Tour der typischen Touristensachen zeigen konnte: Hollywood Sign, Walk of Fame, Beverly Hills, Santa Monica, Venice Beach – das volle Programm wurde an einem Tag durchgezogen! Da ich bereits einen LA-Post im TravelTuesday geschrieben habe, werde ich hier nicht mehr weiter darauf eingehen.
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Ein langer Spaziergang am Strand mit dem Füβen im kalten Wasser, der Sonnenuntergang am Strand und das Griffith Observatory waren meine Höhepunkte des Tages. Doch bereits nach einigen Stunden bemerkte ich, dass das kalte “Baden” vielleicht nicht so gut war – meine Mandeln wurden dick, mein Hals kratzte und die Augen wurden müde. Oh, oh! Das wird doch jetzt keine Erkältung?

 Nach dem Abendessen mit dem wohl besten veganen Burger von “True Foods”, den ich je in meinem Leben gegessen habe, ging es aus der “City of Angels” Richtung Osten in das Land hinein.
Nach 200 Kilometern waren wir in Barstow, einem kleinen Ort mitten im nirgendwo angekommen. Hier übernachteten wir wieder in einem günstigem Hostel und waren froh, nach so einem lange Tag mit Autofahrt endlich Ruhe zu haben.

Am nächsten Morgen ging es früh wieder los. Bei Starbucks frühstückten wir schnell und hopsten dann ins Auto. Das besondere an diesen ganzen amerikanischen Kleinstädten ist, dass man überall die Fast Food- und Hotelketten wiederfindet. Auch wenn es nichts anderes in einem Ort gibt – ein Dach und Essen wirst du immer finden. Ein Grund, warum es in den USA auch einfacher ist einen Roadtrip zu machen.
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Nun hieβ es erstmal fahre, fahren, fahren. Bis in den nächsten Staat:
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400 km immer auf dem Highway 40 bis nach Kingman, wo wir nach einer Pause bei Safeway und der Begegnung verrückter Menschen und einem Brand einen kleinen Umweg auf der Historic Route 66 einschlugen.
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Richtung Peach Springs fuhren wir nun vollends in das Nichts. Die Straβe wurde immer leerer, die Landschaft immer weiter. Wo sind wir hier? Mit einer guten Playlist inklusive Red hot Chilli Peppers und einigen anderen Rock-Songs fuhren wir vorbei an Felswänden, Kakteen, Motorradfahrer auf ihren Harleys, heruntergekommenen Dörfer, Geisterstädten und Tankstellen, die nicht sehr einladend aussahen. Hier könnte man wirklich einen tollen Horrorfilm drehen.
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Es ein tolle Gefühl, die Straβe nur für sich zu haben, und einfach in der Natur zu fahren. Der Blick in die weite Landschaft machte irgendwie den Kopf frei.
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Im Loop zurück auf den Highway 40 ging es weiter nach Flagstaff. Hier war nach 6 Stunden Fahrzeit unser Hotel für die heutige Nacht. Da wir schon gegen 16 Uhr ankamen, machten wir uns einfach noch einen entspannten Abend. In Flagstaff selbst war nicht viel los, sodass wir nur auf dem Zimmer blieben. Gut für mich, denn die Erkältung hatte sich gut ausgebildet, sodass ich mir erstmal ein paar Tabletten gekauft habe. Ich wollte diesen Roadtrip doch richtig miterleben.
Vor allem morgen war der groβe Tag, auf den ich so lange gewartet habe. Wir beschlossen extra früh aufzustehen, um zum Sonnenaufgang am 120km entfernten Grand Canyon zu sein. 
Den wollte ich nämlich schon mein ganzes Leben lang sehen und war dementsprechend super aufgeregt. Also ging es schnell ins Bett, Tabletten rein, damit wir morgens ‘erholsam’ um 4 Uhr aufstehen konnten.

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