Zion Nationalpark

“Thousands of tired, nerve-shaken, over-civilized people are beginning to find out that going to the mountains is going home; that wildness is a necessity”– John Muir

Was würde ich doch geben, um diesen Tag noch einmal erleben zu dürfen.
Nach dem Frühstück fuhren wir mit dem Auto in den Zion Nationalpark hinein, parkten auf dem groβen Gelände neben der Touristen Information und stiegen in einen der kostenlosen Shuttle Busse. Durch das Tal, umgeben von diesen riesigen Bergen hielten wir an unserem ersten Stop – einer kleinen Pferderanch. Hier waren einige Pferde schon gesattelt und fertig für einen kleinen Ausritt. Für 40$ ging es im Schritt durch das Tal, durch einen Fluss auf kleinen Wegen entlang der Kakteen und Rehen. Unser Führer, ein echter Cowboy, der auch den richtigen Slang sprach, erzählte uns etwas über den Park, die Pferde und das Leben.1
Der 579 km² groβe Canyon besteht aus 170 Millionen Jahre altem braunen bis orangeroten Sandstein. Ja, man fühlte sich wie in einem alten Westernfilm, auf dem Weg, die Umgebung im Sattel, mit dem Pferdegeruch in der Nase, zu erkunden.
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Nach dem Ausritt ging es mit dem Shuttle Bus weiter. Der nächste Höhepunkt des Tages stand an: Angels Landing. Diese 1765m hohe Felsformation in einer Flussschlinge der North Fork des Virgin Rivers ist der meistbestiegende Berg im Zion Nationalpark und nichts für schwache Nerven. Wer Höhenangst hat oder sich unsicher fühlt sollte definitiv unten bleiben. Ihr Gripfel ist über einen rund 4,35 km langen Wandern weg mit 450m Höhendifferenz zu erreichen und bietet am Ende eine Aussicht, die du im Leben nicht vergessen wirst.
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Der Weg zum Glück ist allerdings nicht ganz einfach. Der erste Teil führt zwar über einen gut ausgebauten, asphaltierten und gesicherten Wanderweg, der letzte Kilometer ist allerdings sehr steil und nur mit einer Kette gesichert, an der du dich festhalten kannst. Die Aussichten, schmalen Pfade und Winde machen den Pfad einzigartig. Hier muss man sich echt konzentrieren – ein falscher Schritt und es könnt fatal enden. Bei Regen, Gewitter und heftigem Wind sollte man es definitiv lieber sein lassen.
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Es war so spannend und aufregend, die Klippe hinauf zu klettern, den Rückverkehr vorbei zu lassen und immer höher zu steigen. Die Aussicht am Ende in das 500 m tiefe Tal hat die Anstrengung belohnt.
 Da bei uns der Wind doller und die Wolken immer dunkler wurde, blieben wir nicht lange, saugten nur schnell das Bild auf und machten uns auf den Weg zurück, der viel Angsteinflößender war, da du dauernd nach unten schauen musstest. 

Nach fünf Stunden Wanderung zurück im Tal angekommen waren wir alle müde und lieβen und erstmal zum Abendessen in ein Restaurant nieder, bevor zu unserem nächsten Hotel in St George ging.
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Rückblickend war es einer der besten Tage unseres Roadtrips, da wir keine richtigen Vorstellungen hatten, was uns hier im Zion Nationalpark alles erwarten würde. Spontane Aktivitäten, wie der Ausritt, machten die Zeit umso einzigartiger und irgendwie sehr unbeschwert. Ich werde auf jeden Fall wiederkommen und dann eventuell noch den „Subway“-trail machen.